Beerdigung für viele ein Luxus

Der schlimmste Tag für Angehörige ist meistens auch ein kostspieliger Alptraum. Wer seinen geliebten Partner oder einen Verwandten liebevoll und würdevoll beerdigen möchte, steht oft vor einem finanziellen Aufwand, der das eigene Budget übersteigt. Der Tod wird zum Luxus und ist keinesfalls umsonst. Zwar bieten die Sozialämter eine Art Sozialbeerdigung an, wenn kein Verwandter die Kosten übernehmen kann, würdevoll ist diese Art jedoch keinesfalls. Wer eine ganz normale Beerdigung in Deutschland wünscht, muss mit hohen 5-stelligen Kosten dafür rechnen.

Kosten steigen seit Jahren

Die Kosten für eine Beerdigung steigen seit Jahren immer weiter an. Für 2017 wird ein Anstieg um 5 – 8 Prozent erwartet. Im Schnitt muss man mit 5.000 Euro rechnen. Bei all den finanziellen Punkten wird aber gerne die Trauer vergessen. Schließlich sind der Schmerz und die Verarbeitung über den Verlust groß. Doch auch dafür gibt es mittlerweile Alternativen.

Trauer besser bewältigen

Wer seine Trauer bewältigen möchten, kann dazu nicht nur auf ein Grab setzen. So lässt sich unter http://www.heart-in-diamond.de/ beispielsweise eine Möglichkeit finden, den Geliebten immer und überall dabei zu haben. Eine sogenannte Diamantenbestattung macht es möglich. Die Diamanten werden aus den Haaren oder der Asche gefertigt und kann dann als Schmuck beständig dabei getragen werden. In Deutschland ist das bereits möglich, da offiziell ein kleiner Anteil der Asche für diesen Zweck verwendet werden darf. Der Preis bei dieser ganz besonderen Beerdigung hängt letztlich von dem am Ende gewünschten Schmuckstück ab.

Kosten von der Steuer absetzen

Ein Teil der Beerdigungskosten kann von der Steuer abgesetzt werden. Vielen ist das unbekannt. Die rechtliche Seite sagt, dass ein Verwandter ohne Erbanteil nicht verpflichtet ist, die Bestattungskosten zu übernehmen. Dennoch besteht durch Familie oder einen guten Freund eine sittliche Verpflichtung. Nichterben, die für die Kosten dennoch aufkommen, können später unter Umständen von den Erben die Kosten zurück verlangen. Die Kosten für eine Beerdigung sind die sogenannten Nachlassverbindlichkeiten. Schulden, die durch den Tod verursacht wurden. Generell könne damit alle Kosten rund um die Beerdigung, einschließlich Notar, Steuerberater und die Grabstelle steuerlich abgesetzt werden. Einzig Bewirtungs- und Reisekosten dürfen nicht abgesetzt werden.

Sofern das Erbe geringer als die anfallenden Kosten ist, kann der Verpflichtete die Differenz in der Steuererklärung geltend machen. Sofern derjenige die Kosten aus sittlichen oder rechtlichen Gründen übernommen hat. In diesem Fall gilt es als außergewöhnliche Belastung (Pauschale 10.300 Euro). Bis zur Pauschale müssen keine Nachweise eingereicht werden. Übersteigen die Kosten jedoch die Pauschale, muss jeder Posten einzeln nachgewiesen werden. Eine Lösung, da die Kosten weiter steigen.

Machen Versicherungen Sinn

Es gibt viele Versicherungen rund um die frühe Vorbereitung auf den späteren Tod. Dabei handelt es sich um eine spezielle Lebensversicherung, die auf die Beerdigung und die Kosten damit in Zusammenhang fokussiert ist. Lohnend ist diese aber nur, wenn bereits in früheren Jahren gespart wird. Die Verzinsung kann jedoch als wahrlich mies bezeichnet werden. Und welcher 30-jährige möchte schon monatlich in eine Sterbegeld-Versicherung einbezahlen? Daher ist der prozentuale Anteil dieser Absicherung in Deutschland weiterhin gering. Wer sich jedoch damit abfinden kann, bekommt eine gute Alternative, um spätere Hinterbliebene nicht mit den Kosten belasten zu müssen.

 

 

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