Tricks der Immobilienmakler

 

Die Immobilienmakler haben generell einen schlechten Ruf. Dennoch sollte hier auch klar gesagt werden, dass die schwarzen Schafe prozentual genauso hoch oder niedrig liegen, wie in anderen Branchen. Allerdings wird in den Medien häufiger über Immobilienmakler berichtet, so dass der Eindruck entsteht, als sei diese Branche besonders häufig betroffen. Eine der bekannten Tricks der Makler haben wir Ihnen einmal in unserem Bericht zusammengestellt. Dabei gelten die deutschen Immobilienmakler übrigens als die besten in Europa. In anderen europäischen Ländern ist die Arbeit der Makler oft mehr als desaströs. Offerten bleiben auch nach der Vermittlung ewig im Netz. Manchmal jahrelang. Häufig auch direkt auf den eigenen Seiten der Immobilienmakler. In vielen anderen Ländern wird wenig Wert auf die Präsentation gesetzt. So haben wir auch schon einmal Bilder auf einer Maklerseite in Osteuropa gesehen, wo im Hintergrund der Küche ein großes Hakenkreuz erkennbar war. Insgesamt stehen die deutschen Immobilienmakler an der Spitze in Qualität und Service. Leider wird das jedoch viel zu wenig betont.

Tricks unseriöser Immobilienmakler

Das Problem bei Immobilienmaklern liegt vor allem darin, dass nur wenige Zulassungsbeschränkungen bestehen. Allerdings muss auch klar erwähnt werden, dass nicht jeder einfach Immobilien vermitteln darf. Hierzu ist in der Regel ein gesonderter Gewerbeschein notwendig, der je nach Stadt/Gemeinde 500 Euro oder mehr kosten kann. Um diesen Gewerbeschein zu erhalten, muss der Antragsteller einer Zuverlässigkeit (Bonität, Vorstrafen, etc.) nachweisen können. Ein sonstiger Qualifikationsnachweis ist aber nicht erforderlich.

Hohe Provision

In den Medien werden immer wieder die hohen Provisionen der Immobilienmakler kritisiert. Hier wird allerdings ein entscheidender Fakt vergessen. Nicht jede Besichtigung führt auch zu einem Abschluss. Bis es zu einem Abschluss kommt, kann viel Zeit vergehen. Kosten entstehen. Am Ende bleibt nicht immer so viel übrig, wie uns viele Medienberichte weiß machen wollen.

Es gibt schwarze Schafe

Unbeachtet der positiven Bemerkungen gibt es natürlich auch beim Immobilienmakler schwarze Schafe. Sie fallen durch Inkompetenz und oft auch Frechheit auf. Andere wissen genau, wie und wo abkassiert werden kann. So kommt es immer wieder vor, dass einige Immobilienmakler weitere Kosten neben der eigentlich vereinbarten Provision in Rechnung stellen wollen. Solange diese nicht zuvor schriftlich gesondert vereinbart wurden, muss der Kunde die Posten auch nicht bezahlen.

Was ist erlaubt

Laut Gesetz dürfen maximal 2 Monatsmieten –kalt- zzgl. der Mehrwertsteuer erhoben werden. Sonstige Gebühren oder Auslagen gelten in der Regel als nicht vereinbart und müssen vom Kunden nicht bezahlt werden.

Einige Immobilienmakler verlangen sogar sogenannte Vorschussgebühren, auch dann, wenn die Wohnung nicht gefällt. Solche Vereinbarungen gelten als nichtig. Übrigens können Sie eine falsch berechnete Maklerprovision noch bis zu 4 Jahre nach Zahlung zurückverlangen. Das gilt besonders dann, wenn der Makler auch der damalige Hausverwalter gewesen ist.

Massenbesichtigungen

Einige Immobilienmakler nutzen Massenbesichtigungen um potenzielle Interessenten unter Druck zu setzen. Bei solchen Massenterminen ist es viel einfacher für Makler, auch nach sehr persönlichen Dingen zu fragen. Generell sollten Interessenten aber auf einen Einzeltermin bestehen. Lehnt der Makler das ab, kann er als unseriös eingestuft werden.

Das gilt auch wenn, der Immobilienmakler versucht die Wohnung mit einem Koppelgeschäft zu vermieten. So kann der Mietvertrag nur abgeschlossen werden, wenn ein Abstand für die Möbel oder eine Versicherung abgeschlossen werden. Solche Koppelgeschäfte gelten jedoch generell als nichtig.

Sozialwohnungen

Auch hier verlangen Immobilienmakler gerne hohe Provisionen. Besteht jedoch ein Belegungsrecht für die Wohnungen, muss keine Provision bezahlt werden.

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